
Mit Chia Raissa Gildemeister ist eine Künstlerin nach Worpswede gekommen, die eine weite Brücke schlägt. Eine Brücke zwischen zwei Kulturkreisen, die von den meisten Menschen als sehr unterschiedlich und gegen-sätzlich empfunden und verstanden werden, sich in ihrer Gegensätzlichkeit jedoch geradezu bedingen. Ihre Bilder schaffen eine emotionale Verbindung zwischen Afrika und Europa; zwischen Abidjan, Chia Raissas Geburtsort an der Elfenbeinküste (Repuplik Côte d'Ivore) und Worpswede.
Chia Raissa Gildemeister ist tief in der mystisch - erdigen Symbolik und Tradition ihrer alten Heimat in Westafrika verwurzelt, dadurch jedoch auch so nachhaltig gefestigt und gesichert, dass sie den Sprung in die Formensprache des Abendlandes nicht nur mühelos bewältigt, sondern dabei verblüffend neue Zusammenhänge schafft.
Sie selbst sieht sich als eine immer währende Metamorphose mit dem Ursprung aller Dinge, mit dem Schoß von Mutter Erde. Daraus schöpft sie ihre Kraft, die sich in den Naturtönen Afrikas auf ihren Bildern niederschlägt.
Chia Raissa Gildemeister schafft ihre Werke mit Sand, Gips, Sisal und groben Stoffen, die sie durch Risse und Vertiefungen erdig und ursprünglich aussehen lässt. Gemeinsam mit den Formen und Figuren sind ihre Bilder auch eine Hymne auf die Frauen Afrikas und ihrer Kraft.
Chia Raissa Gildemeister
23. Juli 2006

T
schernobyl ist nicht Geschichte!
Wir, die Fotografen Anatolij Kljaschtschuk aus Belarus und Rüdiger Lubricht aus Worpswede, Niedersachsen, haben in den letzten Jahren unabhängig voneinander die verseuchte Provinzen Weißrussland und der Ukraine durchstreift, weil wir wissen und mit unseren Bildern dokumentieren wollten, wie der „Super - GAU" die Menschen und eine vor kurzem noch blühende Landschaft zugerichtet hat. Der 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe schien eine gute Gelegenheit, unsere Arbeiten nebeneinander zustellen, um die Welt daran zu erinnern, dass Tschernobyl immer noch strahlt, das Leid der Bevölkerung Generationen lang kein Ende nehmen wird.
Rüdiger Lubricht
14. Mai 2006

Ann Catherine Herrmann zu Ihrer neuen Ausstellung:
Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Website,
Nach etwa zwei Jahren habe ich nun wieder eine neue Ausstellung mit 22 meiner Arbeiten aus den Jahren 2004 bis 2006 gehängt. Sie ist in zwei Galerien aufgeteilt. Die erste Galerie zeigt die größeren Arbeiten, auf Holz, Pappe, Nessel und – eine Arbeit – auf Fotokarton. Zu sehen sind unter anderem Katzen, große Köpfe, ein Pferd. Die Holzarbeiten sind recht roh gezimmert und sehen krumm und schief aus. Sie sind mit Öl- und Acrylfarbe bemalt und zum Teil collagiert. Sie sind – zugleich – poetisch und brutal. Die Themen und Farben entstammen meinem persönlichen Kosmos. Manche meiner Arbeiten beruhen auf alten Zeichnungen, die zum Teil noch aus meiner Zeit vor dem Studium an der Akademie in Karlsruhe stammen ‑ ausgenommen „Die grosse Flut I“, die ich anlässlich und während der Tsunami - Katastrophe gemalt hatte.
Die zweite Galerie versammelt kleinere Arbeiten. Sie sind auf zum Teil gelochten und gerissenen Pappen gemalt und mitunter collagiert. Drei dieser Arbeiten tragen den Titel „Berausche Dich an Farben wie an Wein“. Ich wollte mich ablösen von den sehr durchkonstruierten und komponierten Portraits, da ich mich durch diese sehr disziplinierte Arbeitsweise zu eingeschränkt fühle. Außerdem war ich aus meiner früheren Heimat Karlsruhe weggezogen und nach Worpswede gekommen, wo ich vor drei Jahren noch niemanden kannte. Und damit fehlten die geeigneten Objekte für meine Portraits, da ich ja vor allem Freunde gemalt hatte. Es hat also alles einen ganz praktischen und nachvollziehbaren Hintergrund. Bei meinen neuen Arbeiten darf nun der Zufall wieder mitspielen. Ich verteile Acryl- Öl oder Gouache Farbe auf Pappe oder Palette und bedrucke meinen Bildträger. Häufig bearbeite ich das Ganze mit Schwamm oder Lappen, collagiere und reiße. Und mir stehen sämtliche Farben zur Verfügung, da ich die Bilder nicht mehr, wie früher häufig, mit einigen wenigen Farben aufbaue.
Nun will ich Sie aber nicht mehr mit Worten aufhalten! Sehen Sie selbst…
Galerie II
Galerie III
Herzlichst, Ihre
Ann Catherine Herrmann
09 April 2006

...mit Wulf Hartmann stellen wir Ihnen/Euch einen der ganz stillen, introvertierten Kuenstler vor. Wulf Hartmann verfolgt seine künstlerischen Ziele mit einer bemerkenswerten Konsequenz und lässt sein Werk in keiner Weise durch modische Trends und Gefälligkeiten an den Betrachter verwässern.
Seine Arbeiten sind geprägt von einer irdischen Schwere, die jedoch auch immer fliegen will. Aber seh(t)en Sie selbst!
Wulf Hartmann
12. Februar 2006

...wir wünschen allen Freunden und Besuchern unserer Website ein glückliches 2006 und weiterhin viel Genuss und Informationen mit und von „unseren“ Kuenstlern.
In 2006 zeigen wir Ihnen/Euch unter anderem Ausstellungen mit der Malerin Margaret Kelley, dem Maler und Bildhauer Wulf Hartmann, dem Photographen Rüdiger Lubricht und viele neue Werke und Ausstellungsseiten von Uwe Haessler, Heinrich Schott, Norbert Schwarzer, Bernd Thiele und, und…
Alles Gute! In 2006 und weit darüber hinaus…
01. Januar 2006